Anbau und Plantage
Die Bananenfinca ist das Herz des Anbaus, und sie zu verstehen heißt, eine von Hand geschaffene Landschaft zu verstehen. Die Bananenpflanze gedeiht nur dort, wo das Klima mild ist —unterhalb von 300 Metern, in Küstennähe und windgeschützt—, doch diesem fruchtbaren Boden vulkanischen Ursprungs fehlte das Wesentliche: das Wasser. Der Regen erreicht hier kaum 300 Millimeter im Jahr, während die Kultur bis zu viermal so viel braucht, und die Lösung kam aus dem Untergrund: Quellen, Stollen, die kilometerweit in den Fels reichen, und Brunnen, wobei das Wasser über Kanäle zu jeder Pflanze geleitet wird. Und wo ein Hang war, errichtete man Steinmauern und legte Terrassen an, um die Neigung zu bändigen, Fläche zu gewinnen und den Boden zu halten.
Die Bananenpflanze aus der Nähe
Vor dieser Kulisse verläuft der Zyklus der Pflanze. Ein Missverständnis sei ausgeräumt: Die Bananenpflanze ist kein Baum, sondern ein Riesenkraut; was wie ein Stamm aussieht, sind die Scheiden ihrer aufgerollten Blätter. Aus ihrem Inneren treibt das Herz —ein purpurner Blütenstand—, aus dem die Hände entstehen und aus jeder Hand die Finger: die Bananen. Zwischen Pflanzung und Schnitt vergehen zwölf bis achtzehn Monate. Und wenn das Bündel geschnitten wird, hat die Pflanze —die nur einmal Frucht trägt— bereits einen Spross an ihrer Seite gelassen, der ihren Platz einnimmt: So produziert der Bananenhain jahrzehntelang weiter, ohne neu bepflanzt zu werden.